Das Tierschutzstrafrecht für das öffentliche Veterinärwesen - Zwischen Kontrolle und Strafanzeige
Teilnehmerkreis: Tierärzt:innen, vet.-med. Studierende
Zeitraum: 10.12.2026 13:30 - 10.12.2028 - 15:00
Referenten:Prof. Dr. Jens Bülte
Zusatzinformationen:
Kurs für Tierärztinnen und Tierärzte, Öffentliches Veterinärwesen und Veterinäramt und MA im Vollzug
Teilnahmebescheinigung mit 2 Fortbildungsstunden als Fortbildungsnachweis
Die Liveveranstaltung findet am 10.12.2026, 13:30-15:00 Uhr statt. Die Aufzeichnung steht nach dem Livetermin für eine unbegrenzte Teilnehmerzahl über einen längeren Zeitraum zur Verfügung.
Teilnahmegebühr: 119 €
Programm 10.12.2026 13:30 - 10.12.2028 - 15:00
Tierschutzverstöße bewegen sich häufig an der Schnittstelle zwischen Verwaltungsrecht, Strafrecht und behördlicher Praxis. Für Amtstierärztinnen und Amtstierärzte stellt sich dabei regelmäßig die Frage: Wann liegt lediglich ein Verwaltungsverstoß vor – und wann beginnt strafbares Verhalten nach § 17 TierSchG? Dieses praxisorientierte Online-Seminar vermittelt die wesentlichen Grundlagen des Tierschutzstrafrechts und zeigt, wie tierschutzrelevante Sachverhalte rechtssicher bewertet und dokumentiert werden können. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Anforderungen, die sich im Alltag des öffentlichen Veterinärwesens ergeben – von der Kontrolle über die Beweissicherung bis hin zur Zusammenarbeit mit Staatsanwaltschaft und Ermittlungsbehörden.
Behandelt werden unter anderem die strafrechtlichen Tatbestände der Tötung ohne vernünftigen Grund, der Misshandlung, Rohheit und Qualhaltung. Dabei wird auch erläutert, welche Rolle Vorsatz, Dauer der Beeinträchtigung und die sogenannte Erheblichkeit in der gerichtlichen Praxis spielen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Beweiswürdigung. Unser Referent Prof. Dr. Jens Bülte zeigt, wie ein Anfangsverdacht entsteht, welche Ermittlungsmaßnahmen möglich sind und welche Bedeutung Dokumentation, Fotos, Gutachten und Zeugenaussagen für die spätere strafrechtliche Bewertung haben. Zudem wird dargestellt, wie Gerichte mit Zweifelsfällen umgehen und welche Anforderungen an die richterliche Überzeugungsbildung gestellt werden.
Zur Veranschaulichung werden ausgewählte Fallbeispiele aus dem veterinärbehördlichen Alltag herangezogen. Anhand typischer Konstellationen wird gezeigt, wie Ermittlungs- und Entscheidungssituationen rechtlich eingeordnet werden können und wie sich die besprochenen Grundlagen in der Praxis anwenden lassen.
Anmeldung:Teilnehmerbegrenzung: Beim LIVE Termin 1000 Teilnehmer
Homepage: www.akademie.vet
Technische Voraussetzungen: Für PC, Mac oder mobile Endgeräte mit möglichst schnellem Internetanschluss; aktuelle Browserversionen Google Chrome, Firefox oder Edge; Lautsprecher oder Headset
Veranstalter
george & oslage Verlag und Medien GmbH
Kurfürstendamm 194
10707 Berlin