Änderung der Redaktionsschlusstermine: Die Abgabetermine für die Veröffentlichung von Veranstaltungen im Deutschen Tierärzteblatt (Print) haben sich geändert (s. "Infos und Hilfe/Redaktionelle Richtlinien"). Wir bitten um Einhaltung!

Wie halten wir unsere Pferde gesund?

Teilnehmerkreis: Tierärzt:innen, vet.-med. Studierende, Tiermedizinische Fachangestellte, Landwirte, Hufschmiede, Andere

Zeitraum: 18.09.2026 09:00 - 19.09.2026 - 17:15

Referenten:

Jörg Aurich

leitet die Sektion Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Außer der Reproduktionsmedizin gehört die angewandte Stressphysiologie beim Pferd zu seinen Forschungsthemen.

  

Dominik Burger

Studierte Tiermedizin an der Universität Bern. Von 1992 bis 2011 war er an der Klinik des Schweizerischen Nationalgestüts in Avenches tätig, wo er für das Forschungsprogramm, das von der EU akkreditierte Reproduktionszentrum und die dazugehörige Pferdeklinik mit Ambulanzdienst auf dem Pferdesportzentrum inkl.  Rennbahn des benachbarten Institut Équestre National d´Avenches – IENA – verantwortlich war.

Seit 2012 arbeitet er am gleichen Ort als stellvertretender Leiter im Schweizerischen Institut für Pferdemedizin – ISME –, gebildet von den Pferdekliniken in Bern und Avenches. Er habilitierte 2019 an der Universität Bern mit dem Thema „Reproduktionsstrategien beim Pferd“. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die Sport- und Reproduktionsmedizin.

Er ist Präsident der Veterinärkommissionen der Zuchtverbände für Schweizer Sportpferde und Freiberger Pferde und seit 2018 Equipe-Chef des Schweizer Vielseitigkeitsteams, nach einer Tätigkeit als Mannschaftstierarzt seit 1990.

 

Antonia Czerner

studierte von 2018 bis 2024 Veterinärmedizin an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. Bereits während des Studiums entwickelte sie ein besonderes Interesse für die Pferdemedizin. Über einen Zeitraum von drei Jahren war sie als studentische Hilfskraft in der Tierklinik Großmoor. Im Rahmen des Praktischen Jahres sammelte sie zudem nationale und internationale Erfahrungen in verschiedenen Pferdekliniken, unter anderem in England, USA und Kanada. Von Mai 2024 bis November 2025 absolvierte sie ein Internship in der Pferdeklinik Salzhofen, wo sie ihre klinischen Fähigkeiten in der umfassenden Betreuung von Pferdepatienten weiter ausbauen konnte. Seit April 2024 promoviert sie an der Freien Universität Berlin unter der Betreuung von Professor Dr. Gehlen. Die Dissertation umfasst eine Fragebogenstudie des Vereins zur Förderung der Forschung im Pferdesport zu geriatrischen Pferden (20 Jahre und älter) in Deutschland. Untersucht werden medizinische Aspekte ebenso wie Management- und Haltungsbedingungen älterer Pferde. Seit Mitte Januar ist sie als Assistenztierärztin im Bereich Pferd in der Tierklinik Großmoor tätig. Ihr besonderes fachliches Interesse gilt der Chirurgie.

 

Kerstin Fey

studierte Tiermedizin an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. 1998 wurde sie Fachtierärztin für Innere Medizin und 2003 Diplomatin des European College of Equine Internal Medicine.

Sie habilitierte im Jahr 2004 mit dem Thema „Der klinische Nutzen zytologischer Untersuchungen von bronchoalveolärer Lavageflüssigkeit bei der Differenzierung chronischer Bronchitiden des Pferdes" und übernahm stellvertretend die Leitung der Klinik für Pferde – Innere Medizin – an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Seit 2012 hat sie dort den Lehrstuhl für Innere Medizin des Pferdes.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Erkrankungen des Respirationstraktes und Stoffwechselerkrankungen.

  

Georg Fink

ist Diplom Agraringenieur. Er berät und plant den Bau von Reitanlagen national und international. Er ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für „Reitanlagen und Stallbau in der Pferdehaltung“, Autor von Büchern, Fachbuchbeiträgen und in Pferdezeitschriften. Als Referent ist er im In- und Ausland tätig. Er übte den Springsport bis Klasse S, den Dressursport bis Klasse M, und den Vielseitigkeitssport bis Klasse L aus. Er ist Lehrbeauftragter an den Hochschulen HFWU Nürtingen und FAFL / Zollikofen Schweiz und wirkte an den neuen Leitlinien zur Pferdehaltung mit.

 

Christina Kuenen

ist gemeinsam mit ihrer Kollegin Barbara Kelly als Team-HUF unterwegs. Neben ihrem Studium im Pferdemanagement in den Niederlanden hat sie 2006 die Ausbildung zum Hufbearbeiter absolviert. 2008 setzten sie ihre Ideen im ersten eigenen Trail um und ab 2014 bauten sie eine Reha-Station für Hufrehepferde auf, die sie bis zu ihrem Umzug 2025 betrieben. Nach vielen Jahren als Dienstleister am Pferd bietet Team-HUF mittlerweile vor allem Weiterbildungen im Bereich Hufgesundheit, Pferdehaltung und Hufrehe für Pferdebesitzer und Pferdprofis, sowohl online als auch offline, an. Dabei ist die Bearbeitung mit dem Werkzeug nur ein kleiner Teil ihrer Arbeit, denn HUF steht bei ihnen für Haltung, Untergrund und Fütterung – die Grundbausteine für gesunde Hufe und die Basis für zufriedene und gesunde Pferde. Zahlreiche Fortbildungen im In- und Ausland und die Beobachtung freilebenden Pferde auf verschiedenen Kontinenten prägen ihre Arbeit. Seit 2020 begleiten sie außerdem eine Herde halbwilder Ponies, die mit Hufrehe und massivem Übergewicht zu ihnen gekommen sind und das Konzept von HUF nochmal richtig auf die Probe gestellt haben – mit unglaublichen Ergebnissen. Auch in ihren beiden Büchern, "mehr HUF, weniger Bearbeitung" und "Ponyglücksmomente", und im Podcast geben sie ihr Wissen und Impulse weiter.

 

Andrea Mihali

studierte Tiermedizin mit Schwerpunkt Pferd an der Vetsuisse Fakultät Bern, Schweiz. Sie arbeitete in verschiedenen Pferdepraxen/-kliniken in der Schweiz und für die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit Deutschland in Albanien.

Seit 2016 ist sie beim Deutschen Tierschutzbund in der Akademie für Tierschutz bei München angestellt, leitet die Abteilung für interdisziplinäre Themen, und ist fachlich verantwortlich für alle Fragestellungen betreffend Equiden.

Durch ihre Tätigkeit hat sie einen Sitz in mehreren Gremien und Arbeitsgruppen, namentlich

-       Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz Arbeitskreis Pferd (seit 2016)

-       Temporäres Mitglied Fachbeirat Tierschutz der FN (seit 2022)

-       Eurogroup for animals - equine working group (seit 2016)

-       Voluntary initiative on responsible ownership and care of equidae der EU plattform on Animal Welfare (seit 2022 als Vertretung der Eurogroup

Seit 2025 promoviert sie an der Ludwig-Maximilian-Universität München zum Thema Tierschutzrelevante Veränderungen an Pferdekadavern in einem Verarbeitungsbetrieb für Tierische Nebenprodukte. 

Leonie Teschke

hat an der Humboldt-Universität zu Berlin Agrarwissenschaften (B. Sc.) sowie an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde Öko-Agrarmanagement (M. Sc.) studiert. In ihrer Masterarbeit untersuchte sie die Anwendung des digitalen Beratungstools BestTUPferd zur Bewertung der Tiergerechtheit und ökologischen Nachhaltigkeit des Haltungsverfahrens „Paddock Paradise“. Seit 2020 wirkt sie im Projekt BestTUPferd der TU München mit und ist seit 2023 Geschäftsführerin der BestTUPferd GmbH. Parallel arbeitet sie seit 2022 bei der Uelzener Versicherung, derzeit im Bereich Spezialgeschäft Betriebshaftpflicht. Seit 2023 promoviert Leonie an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen unter der Betreuung von Prof. Dirk Winter. In ihrem Promotionsprojekt entwickelt und überprüft sie Tierwohlparameter für Pferde während der Haltung auf internationalen Turnieren am Beispiel des CHIO Aachen.

 

Margit Zeitler-Feicht

ist Ethologin und leitet die Abteilung Ethologie, Tierhaltung und Tierschutz am Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München. Forschungsschwerpunkte der mehrfachen Fachbuchautorin sind die Tiergerechtheit von Pferdehaltungen, Problemverhalten und Tierschutzaspekte in Umgang und Nutzung von Pferden. Sie ist Mitglied in verschiedenen Fachgremien: u.a. Arbeitskreis Pferd der Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT), Tierschutzbeirat der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Expertengruppe „Leitlinien Pferdehaltung“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie der Expert Steering Group on Horse Welfare der EU (Brüssel). Sie ist aktive Reiterin und unterhält eine kleine private Pferdehaltung bei sich zuhause.

Teilnahmegebühr: 400 €

Der Gesamtbetrag für die Teilnahme richtet sich nach den gebuchten Leistungen, dem Zeitpunkt der Anmeldung und der Mitgliedschaft! Bis 22.07.2026 für Mitglieder 400,00 €, für andere 450,00 €, danach jeweils 450,00 € bzw. 500,00 € . 7 Prozent MwSt. zusätzlich. 30 Prozent Rabatt für Studierende/Auszubildende

Tagungsort: Gustav-Stresemann-Institut e.V. (GSI), Langer Grabenweg 68, 53175, Bonn, Germany,

Programm 18.09.2026 09:00 - 19.09.2026 - 17:15

Freitag, 18.09.2026

09.00     Begrüßung

09:10     Befunde aus Praxiserhebungen mit BestTUPferd.

Leonie Teschke

09:55     Diskussion

10:20   Kaffeepause

10:50   Welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse sollten aus Tierschutzsicht bei der nächsten Überarbeitung der Leitlinien zur Pferdehaltung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat aufgenommen werden?

Margit Zeitler-Feicht

11:35   Diskussion

12:00   Mittagessen

13:15   Entstehen Mehrkosten für den Bau von gesundheitsoptimierten Pferdehaltungen im Vergleich zu üblichen Haltungen?

Georg Fink

14:00   Diskussion

14:25   Kaffeepause

14:55   Einfluss der Haltung junger Pferde auf deren Gesundheit und Nutzung.

Jörg Aurich

15:40   Diskussion

16:05   Optimierung des Managements von Sportpferden.

Dominik Burger

16:50   Diskussion

17:15   Ende

17:45   Beginn des geselligen Abends: Zu Beginn im Rehazentrum von Johanna Sigl entspannter fachlicher Austausch mit ihr und Sandra Löckener darüber, wie sie wissenschaftliche Erkenntnisse in die praktische Rehabilitation von Pferden übertragen. Anschließend Speisen aus Vietnam und Getränke.

 

Samstag, 19.09.2026

9.00     Optimierung des Managements von Nicht-Sportpferden: Zwischen Übertraining und Aufbewahrungshaltung.

Dominik Burger

9:45     Diskussion

10:10   Kaffeepause

10:40   Wie können Hengste gehalten werden, damit ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden nicht beeinträchtigt werden?

Andrea Mihali

11:25   Diskussion

11:50   Mittagessen

13:00   Haltung alter Pferde im deutschsprachigen Raum: Ergebnisse der Umfrage von 2023.

Antonia Czerner

13:40   Diskussion

14:05   Kurze Kaffeepause

14:20   Haltungsformen und Atemwegserkrankungen beim Pferd.

Kerstin Fey

15:00   Diskussion

15:25   Kurze Kaffeepause

15:40   Optimale Haltungsformen für die Hufgesundheit von Pferden.

Christina Kuenen

16:20   Diskussion

16:45   Abschlussbesprechung: Themen für Jahrestagung 2027 und für Webinar/e

17:15   Ende

Anmeldung:

über https://ffp-ev.de/fortbildungen/aktuelle-fortbildungen/anmeldung-43-ffp-fortbildungstagung-2026

Teilnehmerbegrenzung: 60 Personen

Homepage: www.gsi-bonn.de


Veranstalter
Logo
Verein zur Förderung der Forschung im Pferdesport e.V.

c/o Dr. Arno Lindner, Heinrich-Röttgen-Str. 20
52428 Jülich